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Erfolgreicher Abschluss von "Ökoprofit Märkischer Kreis 2021/2022": Darüber freuen sich Ingrid Bresan und Geschäftsführer Ludger Stracke (M.) mit Marco Voge (Landrat Märkischer Kreis, l.) und Michael Hermanns vom NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (r.). (Foto: © Bange/Märkischer Kreis)
September 2022
Als Familienunternehmen ist für Selve langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln fester Teil der DNA. Verstärkt rücken dabei die Themen Nachhaltigkeit, Ökologie und Klimaschutz in den Fokus.
Aktuelles Beispiel ist die Teilnahme am Projekt "Ökoprofit", bei dem der betriebliche Umweltschutz im Lüdenscheider Unternehmen gefördert und energie- sowie ressourcenschonende Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden. "Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung", so Geschäftsführer Ludger Stracke. "Unsere Sonnenschutz-Produkte tragen bereits zur Energieeinsparung bei – und so war und ist es nur konsequent, dass wir die Bereiche Klima und Umwelt bei Selve intern weiter verankern und vorantreiben."
Seit Juni ist Selve als "Ökoprofit"-Akteur ausgezeichnet: Über den Zeitraum von einem Jahr hat das Unternehmen dafür intensive Projektarbeit geleistet. Von einem interdisziplinären Team wurden umweltrelevante Themengebiete analysiert, Verbesserungs- und Einsparpotenziale identifiziert und in ein konkretes Maßnahmenpaket rund um Energie, E-Mobilität, Abfall und Ressourcenschonung überführt.
Als erfolgreich teilnehmender Betrieb von "Ökoprofit Märkischer Kreis 2021/2022" gehört Selve mit zu den Vorzeigeunternehmen in der Region – und macht deutlich, dass eine Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit nicht im Gegensatz zu mehr Wettbewerbsfähigkeit steht.
Ökologisch wichtige Maßnahmen, die den Umwelt- und Klimaschutz fördern, lassen sich intelligent mit ökonomischem Nutzen verknüpfen: Das ist der Kern des vom Umweltministerium NRW geförderten Projekts "Ökoprofit" unter Federführung des Märkischen Kreises und der Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis (GWS). Nicht nur das damit verbundene Beratungs- und Qualifizierungsprogramm hat Selve absolviert, sondern vieles angepackt – auch um den CO2-Fußabdruck zu verringern.
"Verschiedene Einsparmaßnahmen sind schon umgesetzt, wir haben weitere in der Pipeline", berichtet Ingrid Bresan, Leiterin der Materialwirtschaft. Sie hat bei Selve die Teilnahme am Ökoprofit-Projekt federführend initiiert und verfolgt die Projekthemen weiter. Denn die damit verbundenen Aktivitäten bleiben auch nach der offiziellen Verleihung des Gütesiegels auf der Agenda.
"Im Rahmen von Ökoprofit konnten wir unsere Umweltleistungen verbessern und haben zugleich Kosteneinsparpotenziale aufgedeckt", erläutert Stracke, der von Anfang an im Kernprojektteam mitwirkte. Keine Frage, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, insbesondere im Umwelt- und Arbeitsschutz, gehört zu den Selbstverständlichkeiten des Lüdenscheider Unternehmens. "Das Ökoprofit-Projekt hat deutlich gemacht, dass es zudem viele Möglichkeiten gibt, durch sinnvoll geplante Investitionen einen nützlichen Beitrag für Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz zu leisten", hebt Stracke hervor.
Es sind unterschiedlichste Maßnahmen, die das Projektteam – unterstützt von einem externen Energieberater – für die Ökoprofit-Auszeichnung angestoßen hat. Dazu zählt beispielsweise der Austausch der Beleuchtung in der kompletten Lüdenscheider Produktion: Die Umstellung auf deutlich sparsamere neue LED-Technik ist angelaufen und reduziert fortan allein hier den Kilowattstunden-Verbrauch im sechsstelligen Bereich.
Regelmäßig erfolgt ein Austausch alter, energieintensiver Anlagen in der Fertigung, so wurde der hochmoderne Selve-Maschinenpark jetzt mit einer erheblich effizienteren Spritzgussmaschine bestückt. Durch den Austausch dieser einen Maschine werden allein 32,5 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Parallel dazu werden aktuell Werkzeuge erneuert: "Die Minimierung der Angüsse allein bei drei Kunststoffspritzgussteilen führt zu Einsparungen von circa 11 Tonnen Kunststoff pro Jahr", so Produktionsleiter Bernd Vinken, der als Teammitglied aktiv im Projekt mitgewirkt hat.
"Generell ist unsere Fertigung durch die Art der Produktionsverfahren und Produkte von Haus aus nicht allzu energieintensiv aufgestellt", ordnet er ein. So spiele beispielsweise Gas bei Selve in der Produktion keine große Rolle, werde nur zum Heizen der Fertigungshallen verwendet. Der Heizgas-Verbrauch soll künftig durch eine neue optimierte Steuerung reduziert werden.
Das Ökoprofit-Umweltprogramm sieht bei Selve zudem auch den Aufbau einer Photovoltaik-Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge vor. Die E-Mobilität auf zwei Rädern wurde indes bereits durch die Einführung von Job-Bikes gefördert, die Mitarbeitende für die Fahrt zur Arbeit nutzen. Um Papier einzusparen, werden schon seit Jahren ein Großteil der Kunden-Rechnungen per Mail verschickt. "Unsere komplett digitalisierte Buchhaltung sowie das elektronische Bestellwesen tragen schon länger dazu bei, Ressourcen zu schonen", so Bresan.
Plastik-Müllvermeidung steht ebenso im Fokus. Nachdem bereits alle Selve-Antriebe seit Jahren in FSC-zertifizierten Kartonagen – dieses Label gewährleistet, dass das dafür verwendete Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt – und mit Einlagen und Polstern aus Papier und Pappe verpackt werden, widmet sich Selve jetzt umweltschonenden Alternativverpackungen für weitere Produkte.
Dass sich mit vermeintlich kleineren Änderungen, sinnvolles erreichen lässt, zeigt auch dieses Beispiel: Im Zuge des Ökoprofit-Projektes fielen die Plastikbecher in allen Heißgetränkeautomaten weg. "Wir haben Porzellanbecher an alle Mitarbeitenden verteilt", sagt Thomas Tressat (Rechnungswesen), der ebenso in die Projektarbeit involviert war.
"Etliche weitere Ideen für energie- und ressourceneffiziente Maßnahmen wurden vom Selve-Kernteam gesammelt, wir gehen Schritt für Schritt an die Umsetzung", erläutert Bresan. Das Projekt wirkt also in mehrfacher Hinsicht nach. "Wir haben viel Arbeit in Ökoprofit gesteckt und sind stolz darauf, die Auszeichnung erhalten zu haben." Es gelte, dass Thema weiter voranzutreiben, alle Mitarbeitenden mitzunehmen und noch stärker einzubinden.
Dieser vertiefenden Aufgabe widmet sich bei Selve seit Anfang August verstärkt eine neu formierte Arbeitsgruppe: Vom interdisziplinären "Team Nachhaltigkeit" werden fortan neue Ansätze rund um die großen Bereiche Ökologie, Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickelt, priorisiert und umgesetzt.
"Selve ist es wichtig, für diese und künftige Generationen verantwortungsvoll und nachhaltig zu agieren, um die Gesundheit aller und unsere ökologischen Lebensgrundlagen zu schützen sowie bei Produkten und Prozessen weiter auf die Reduzierung von Umweltbelastungen zu achten", betont Ludger Stracke. Denn das liege ganz klar auch im Interesse der Kunden.
Weitere Informationen: www.selve.de
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